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Laufleistungs-Rechner

Der Laufleistungs-Rechner zeigt, wie viele Monate Ihre Reifen bis 3 Millimeter und bis zum gesetzlichen Minimum von 1,6 Millimetern noch halten. Er rechnet mit Ihrer Profiltiefe, Ihren Jahreskilometern und einem Fahrprofil. Dazu lesen Sie, wo die Annahmen enden und warum auch das Alter eine Grenze setzt.

Von Katrin Seiler, geprüft von Dr. Henrik Lange. Lesezeit 4 Minuten. Stand: Oktober 2026

Laufleistungs-Rechner

Wie lange hält Ihr Reifen noch? Profiltiefe heute, Jahresfahrleistung und Fahrstil ergeben die Monate bis zur Empfehlung von 3 mm und bis zur gesetzlichen Grenze von 1,6 mm.

Die Annahme ist ein Anfang. Ihr Messwert nach einer Saison ist besser als jede Rechenvorgabe.

Sechs Millimeter Restprofil sehen nach viel aus. Bei 12.000 Kilometern im Jahr und einem mittleren Verschleiß von 1,0 Millimeter je 10.000 Kilometer bleiben rechnerisch 30 Monate bis zu den empfohlenen 3 Millimetern und 44 Monate bis zum gesetzlichen Minimum von 1,6. Der Rechner unten führt diese Rechnung mit Ihren Zahlen aus. Er braucht drei Angaben: die Profiltiefe heute, die Kilometer im Jahr und Ihr Fahrprofil.

Laufleistung berechnen: Annahmen und Rechenweg

Ausgangspunkt ist ein Neureifen mit 8 Millimetern Profil. Als Verschleiß setzt der Rechner 0,8 bis 1,5 Millimeter je 10.000 Kilometer an, je nach Fahrprofil. Das sind Erfahrungswerte aus dem Werkstattalltag und keine Garantie. Nicht jeder Neureifen startet bei genau 8 Millimetern; messen Sie ihn einmal nach der Montage, dann haben Sie die echte Ausgangsgröße. Wer ruhig über Landstraßen rollt, liegt am unteren Ende, wer Kurzstrecken fährt oder auf der Autobahn zügig unterwegs ist, am oberen.

FahrprofilVerschleiß je 10.000 kmVon 8 auf 3 mmVon 8 auf 1,6 mm
Ruhig, überwiegend Landstraße0,8 mm62.500 km80.000 km
Gemischt1,0 mm50.000 km64.000 km
Stadt, Kurzstrecke oder zügige Autobahn1,5 mm33.300 km42.700 km

Der Rechenweg ist schlicht: Restprofil minus Grenzwert, geteilt durch den Verschleiß je 10.000 Kilometer, ergibt die verbleibenden Kilometer in Zehntausendern. Bei 6 Millimetern, 3 Millimetern Grenze und 1,0 Millimeter Verschleiß sind das 30.000 Kilometer; geteilt durch 12.000 Kilometer im Jahr bleiben 2,5 Jahre oder 30 Monate. Für Winterreifen setzen Sie 4 statt 3 Millimeter an: Das nimmt bei gleichem Verschleiß 10.000 Kilometer vom Guthaben.

Dazu kommen Einflüsse, die keine Tabelle erfasst: Bei Frontantrieb verschleißt die Vorderachse schneller, zu niedriger Druck frisst Profil an den Schultern, und eine verstellte Spur schleift Reifen einseitig ab. Dr. Lange rechnet bei Heckantrieb, häufiger Volllast und Anhängerbetrieb mit dem oberen Wert, ebenso bei vielen Kurzstrecken mit kaltem Motor. Ein Vielfahrer mit Kombi, etwa im Octavia mit 25.000 Kilometern im Jahr, erreicht bei 1,0 Millimeter je 10.000 Kilometer die 3 Millimeter nach 24 Monaten. Welche Größen und Serienreifen zu diesem Modell gehören, steht bei den Reifen für Skoda Octavia.

Die Grenzen: 3 mm, 4 mm und 1,6 mm

Gesetzlich gilt 1,6 Millimeter (§ 36 StVZO). Wer darunter fährt, riskiert 60 Euro Bußgeld und einen Punkt. Die Empfehlung liegt höher: 3 Millimeter bei Sommerreifen, 4 Millimeter bei Winterreifen. Der Grund ist der Nassbremsweg, der mit sinkendem Profil spürbar wächst, und der Widerstand gegen Aquaplaning, der schon deutlich vor der Gesetzesgrenze nachlässt. Der Rechner zeigt deshalb beide Werte. Die Messmethode im Detail, die Empfehlungen und die typischen Verschleißbilder stehen beim Reifenprofil.

Profiltiefe messen und mitschreiben

Ein Profiltiefenmesser, digital oder als Messschieber mit Tiefenstift, liefert genaue Werte. Gemessen wird in den Hauptrillen, nicht auf den Verschleißindikatoren, und zwar an drei Stellen quer über die Lauffläche: innen, Mitte, außen. Der niedrigste Wert zählt. Die Dreiecke oder TWI-Markierungen an der Flanke zeigen, wo die Indikatoren sitzen; sie stehen 1,6 Millimeter über dem Rillengrund. Ein deutlicher Unterschied zwischen innen und außen deutet auf Probleme mit Spur oder Sturz hin.

Das Alter ist die zweite Grenze

Wer nur 5.000 Kilometer im Jahr fährt, erreicht die 3 Millimeter bei 1,0 Millimeter Verschleiß je 10.000 Kilometer erst nach sechs Jahren. Dann entscheidet nicht mehr das Profil. Der Gummi verliert über die Jahre Weichmacher und wird härter, die Haftung nimmt ab, auch wenn die Rillen tief aussehen. Auch eingelagerte Reifen altern, nur langsamer; Licht, Wärme und Ozon beschleunigen es. Wir empfehlen die Kontrolle ab sechs Jahren und den Ersatz nach etwa zehn. Das Herstellungsdatum steht als vierstellige DOT-Endziffer auf der Flanke, die Reifenkennzeichnung erklärt die Lesart. Ein Reifen mit DOT 2519 stammt aus der 25. Woche 2019 und ist Ende Oktober 2026 gut sieben Jahre alt.

Häufige Fragen

Wie viele Kilometer hält ein Sommerreifen?

Mit 8 mm Neuprofil und 0,8 bis 1,5 mm Verschleiß je 10.000 km ergeben sich 33.300 bis 62.500 Kilometer bis zu den empfohlenen 3 mm. Die Spanne hängt von Fahrprofil, Antrieb, Reifenmodell und Luftdruck ab. Ihr eigener Messwert nach einer Saison ist genauer als jede Annahme.

Wann muss ich Reifen wegen des Alters wechseln?

Eine feste Altersgrenze kennt das Gesetz für Pkw nicht. Wir empfehlen die Kontrolle ab sechs Jahren und den Ersatz spätestens nach rund zehn Jahren; am Anhänger mit 100 km/h dürfen die Reifen höchstens sechs Jahre alt sein. Das Alter lesen Sie an der DOT-Nummer ab: vier Ziffern für Woche und Jahr.

Ab wann ist die Profiltiefe zu gering?

Gesetzlich gelten 1,6 mm (§ 36 StVZO). Darunter drohen 60 Euro Bußgeld und ein Punkt. Wir empfehlen bei Sommerreifen 3 mm und bei Winterreifen 4 mm, weil Nassbremsweg und Aquaplaning-Schutz schon vorher nachlassen.

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