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Reifen nach Automodell

Reifen nach Automodell finden Sie hier für 60 Modelle von VW Golf bis Tesla Model Y, geordnet nach Generation, mit Serien- und Optionsgrößen. Diese Seite erklärt, wie Sie die Angaben lesen, mit den Papieren Ihres Fahrzeugs abgleichen und worauf bei RDKS und Elektroautos zu achten ist.

Von Katrin Seiler, geprüft von Dr. Henrik Lange. Lesezeit 4 Minuten. Stand: Oktober 2026

Der Fahrzeugschein nennt oft nur eine Größe, die Übereinstimmungsbescheinigung alle zulässigen. Wer nur den Schein liest, sieht einen Teil.

Warum ein Modell mehrere Reifengrößen kennt

Wer Reifen für ein bestimmtes Modell sucht, scheitert selten an der Marke und häufig an der Größe. Ein Modell besteht für den Reifenhandel aus vielen Fahrzeugen: Eine Generation läuft über mehrere Jahre, in dieser Zeit wechseln Motoren, Bremsanlagen und Ausstattungslinien, und mit ihnen die Felge. Die Basisversion rollt auf einem schmalen Reifen mit hoher Flanke, die Sportausführung auf einem breiten mit niedriger. Größere Bremsscheiben brauchen mehr Raum im Rad, höhere Achslasten einen höheren Lastindex, und bei einigen Modellen unterscheiden sich die Formate von Vorder- und Hinterachse. Dieselbe Modellbezeichnung führt deshalb zu mehreren zulässigen Größen, und was am Auto des Nachbarn passt, kann bei Ihnen falsch sein.

Fahrzeugschein und CoC lesen

In der Zulassungsbescheinigung Teil I, dem früheren Fahrzeugschein, stehen die Felder 15.1 und 15.2: die Reifengröße der Vorderachse und der Hinterachse. Oft ist dort nur eine Kombination eingetragen, und sie ist nicht die einzige erlaubte. Weitere zulässige Größen führt die EG-Übereinstimmungsbescheinigung auf (CoC), die der Hersteller bei der Auslieferung mitliefert. Fehlt sie, fordern Sie ein Duplikat beim Hersteller oder Markenhändler an. Jens Albrecht, Werkstattmeister in Augsburg, sagt: „Der Fahrzeugschein nennt oft nur eine Größe, die Übereinstimmungsbescheinigung alle zulässigen. Wer nur den Schein liest, sieht einen Teil.“ Eine Größe, die in der CoC steht, muss in der Regel nicht eingetragen werden; Sonderfälle klärt ein Prüfer von TÜV oder DEKRA.

So nutzen Sie die Modellseiten

Jede Modellseite führt die Generationen nach Bauzeit auf. Pro Generation trennen wir Serienformate von Optionsformaten und nennen Lastindex und Geschwindigkeitsindex als Mindestwerte, dazu Reifendruck-Richtwerte, die empfohlene Saison und einen Preisrahmen. Wie ein Wert wie 225/45 R17 94W zu lesen ist, erklärt die Reifenkennzeichnung. Kennen Sie Ihr Modell schon, führt der Reifengrößen-Finder von der Marke über das Modell zu den Formaten. Bei Kombis, SUV und Transportern verlangt der Hersteller bei voller Beladung oft einen höheren Druck als im Alltag. Die Saison-Empfehlung folgt dem Fahrzeugtyp: Kompakte Stadtautos kommen eher mit Ganzjahresreifen zurecht als Fahrzeuge mit hoher Motorleistung, bei denen wir Sommer- und Winterreifen im Wechsel empfehlen. Die Richtwerte ersetzen weder den Aufkleber im Türrahmen noch die Betriebsanleitung, sie erleichtern den Abgleich mit ihnen.

RDKS und Sensoren

Seit dem 1. November 2014 ist das Reifendruckkontrollsystem für neue Pkw Pflicht. Direkte Systeme messen den Druck mit einem Sensor im Rad, indirekte werten die Raddrehzahlen der ABS-Sensoren aus. Bei direkten Systemen braucht der zweite Radsatz eigene Sensoren, 30 bis 80 Euro das Stück plus 20 bis 50 Euro für das Anlernen. Indirekte Systeme setzen Sie nach jeder Druckkorrektur zurück. Ältere Fahrzeuge haben häufig kein System; dort bleibt die Kontrolle mit dem Handmessgerät unverzichtbar. Die Sollwerte stehen auf den Modellseiten, die Kontrolle beschreibt die Seite zum Reifendruck.

Winterräder: kleiner ist oft erlaubt

Hersteller lassen für den Winter häufig kleinere Felgen mit höherer Flanke zu. Das spart Geld, weil kleinere Reifen günstiger sind, und schützt die Felge vor Bordsteinschäden. Die Grenze setzt die Bremsanlage: Die Felge muss Platz für die Bremssättel lassen, und die CoC oder die Herstellerfreigabe nennt die kleinste zulässige Größe. Der Abrollumfang bleibt dabei nahezu gleich.

Elektroautos und ihre Reifen

Ein Elektroauto wiegt häufig mehrere hundert Kilogramm mehr als ein vergleichbarer Verbrenner, und der Motor liefert sein Drehmoment ab der ersten Umdrehung. Beides belastet die Reifen. Hersteller setzen deshalb auf rollwiderstandsarme Mischungen mit erhöhter Tragfähigkeit. Achten Sie beim Kauf auf Lastindex und Herstellerfreigabe, nicht allein auf die Größe. Wir empfehlen, Profiltiefe und Druck bei einem Elektroauto öfter zu prüfen als bei einem Verbrenner, weil Gewicht und Drehmoment den Verschleiß beschleunigen können. Das gilt für Kompakte wie den VW ID.3 ebenso wie für Tesla Model 3 und Model Y.

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Wählen Sie Ihre Marke und Ihr Modell. Die Liste umfasst 60 Modelle von Volkswagen bis Mazda.

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Häufige Fragen

Wo steht die Reifengröße meines Autos?

In der Zulassungsbescheinigung Teil I (Felder 15.1 und 15.2), auf dem Aufkleber an Türrahmen oder Tankklappe und auf der Flanke der montierten Reifen. Die Betriebsanleitung nennt die freigegebenen Alternativen, die vollständige Liste aller zulässigen Größen steht in der EG-Übereinstimmungsbescheinigung (CoC) des Herstellers.

Darf ich größere Felgen montieren, als im Fahrzeugschein stehen?

Ja, wenn die Kombination durch die CoC, ein Gutachten oder die Betriebserlaubnis der Felge gedeckt ist. Der Abrollumfang muss zum Original passen, damit Tacho und Assistenzsysteme stimmen. Prüfen Sie außerdem Freigängigkeit und Lastindex. Im Zweifel klärt ein Prüfer von TÜV oder DEKRA die Zulässigkeit.

Brauchen Elektroautos besondere Reifen?

Nicht zwingend besondere, aber passende: Der Lastindex muss das höhere Gewicht tragen, und Hersteller schreiben häufig bestimmte Freigaben vor. Rollwiderstandsarme Mischungen erhöhen die Reichweite, der Verschleiß fällt wegen Gewicht und Drehmoment oft höher aus. Prüfen Sie Druck und Profil deshalb öfter.